Drübbisch, Sigrid
Veröffentlichungen im Geest-Verlag
Sigrid Drübbisch
Geb.1954 in Borlinghausen Kreis Höxter
Dipl. Sozialarbeiterin
Seit 1981 freiberufliche Arbeit als Bildende Künstlerin und Autorin
1957 Umzug nach Essen
1976 – 1980 Studium an der Hochschule Niederrhein,
Mönchengladbach, Schwerpunkt Resozialisation /
Kriminologie und Viktimologie
bei Prof. Dr. jur. Gerd-Ferdinand Kirchhoff und
Drt. Eth., Soz., Soz. Therap. Marc Auguste
1981- heute Dienstverhältnis bei der Stadt Witten, Jugendamt und Job-Agentur
Künstlerische Entwicklung:
Seit der Kindheit Beschäftigung mit der Malerei.
1981 Beruflicher Einstieg als Sozialarbeiter. Gleichzeitige Intensivierung der künstlerischen Arbeit.
Die Inspiration für die Kunst wurde aus dem beruflichen Umfeld der Sozialarbeit gewonnen und die Kraft für die Sozialarbeit aus der Kunst geschöpft.
Intensive Auseinandersetzung mit der impressionistischen Freilichtmalerei und zahlreiche Reisen nach Südfrankreich, um im Licht der Provence die Kenntnisse in der Pastell-, Aquarell- und Ölmalerei zu vertiefen.
Erste Teilnahme an Gemeinschaftsausstellungen.
von 1996 – 1999 Intensive Arbeit im Atelier der Wittener Künstlerin Marjana
Scheriau zur Optimierung künstlerischer Techniken.
Schwerpunkt: Acrylmalerei und Grafik, besonders Siebdruck-
Malerei.
von 1981 – heute Seminare und Workshops im Atelier der Künstlerin für alle
Altersgruppen zum Thema Abstrakter Expressionismus und
Kunst hilft heilen.
seit / ab 1996 – heute über 70 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und
Ausland.
Galerien und Museen:
Künstlerin der Galerie Sassen, Bonn,
Galerie Hebler, Bochum,
Galerie am Stern, Essen,
Europamuseum Schengen, Luxemburg
Buchveröffentlichungen:
Traum – Pfade, Ein Lebenszyklus in neun Teilen, Texte und Bilder von Sigrid Drübbisch
Erschienen: im Geest-Verlag, 2008, www.geest-verlag.de
EINZELAUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2010 Zentrum für Trauerbegleitung Essen, kuratiert von der Galerie Sassen
Verbindungen
2009 Galerie Hebler, Bochum, Verbindungen
2007 Europamuseum Schengen, Luxemburg, Verbindungen
2006 Galerie Hebler, Bochum-Querenburg, Verbindungen
Kreishaus Wesel, Verbindungen
2005 Atelier 13b – Bochum, Verbindungen
2004 Galerie Hebler, Bochum-Querenburg, Zwischen Himmel und Erde
Universität Witten/Herdecke – fez – Forschungs- und Entwicklungszentrum Witten
Verbindungen
Galerie historisches Museum Wasserschloss Werdringen Hagen, Zeitwende
2002 Multikulturelle Galerie Bedburg, Ansichts-Sachen und Verbindungen
2001 Villeforst-Park, Köln, Verbindungen
2000 Saalbau Witten, Zwischen Himmel und Erde
1997 Galerie „Zeepartje“ Middelbourg, Niederlande, Licht- Blicke
GRUPPENAUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2010 Autorengalerie1, München, Bilder, Briefe, Noten
2009 Galerie, historisches Wasserschloss Werdringen, Hagen, Traum-Pfade
2008 Galerie Hebler, Bochum, Verbindungen
Autorengalerie 1, München, Bilder, Briefe, Noten
2007 Autorengalerie 1, München, 60 Jubiläumsausstellung, Bilder, Briefe, Noten
2006 Fazenda das Artes, Sao José, Goiania, Brasilien, Emotions
Autorengalerie 1, München, Bilder, Briefe Noten, 30 Künstler aus dem In- und Ausland
2005 Technologiezentrum Wuppertal – w-tec,
Wanderausstellung: Verbindungen II – Barbara Zabka und Sigrid Drübbisch
Technologiezentrum Lüntec, Lünen,
Wanderausstellung : Verbindungen I – Babara Zabka und Sigrid Drübbisch
2004 Technologienzentrum Lüntec, Lünen
Prof. Wilfried Polke, Thorsten Poersch und Sigrid Drübbisch
2003 Ausstellung zum Alfred-Rethel Preis, Wetter
Kreishaus Schwelm – Künstlerbund Witten und Gruppe Kunstraum Ennepetal
2002 Surface Gallery, Nottingham, Gruppe Kunstraum, England, Rottöne
Museum Haus Martfeld, Schwelm, Gruppe Kunstraum
Ausstellungen zum Projekt: Einfalt – Vielfalt – Vielfältigkeit,
der Gruppe Kunstraum
. Portalsschool Vilvoorde - Belgien
. Museum Haus Martfeld - Schwelm,
. Zentrum für soziale und kulturelle Bildung Haus Siekmann - Sendenhorst,
. Westfälisches Industriemuseum Henrichshütte - Hattingen
. Kluterthöhle (im Rahmen der EN-Kunst) Ennepetal.
2000 Art X International Gallery, Nottingham, England Gruppe Kunstraum, Rottöne
Der Beginn ihrer künstlerischen Entwicklung ist durch die Beschäftigung mit dem Impressionismus geprägt. Genau wie die Impressionisten war sie zunächst darauf bedacht, den Gegenstand im farbigen Reichtum der natürlichen Beleuchtung mit hellen, kräftigen, meist reinen Farben zu malen. Dabei war nicht der eigentliche Bildgegenstand ihr Thema, sondern es interessierte sie, wie sich das Licht in den Farben des Spektrums bricht, in der Atmosphäre verfängt und verfärbt.
In der Mitte der neunziger Jahre erarbeitete sie sich neue malerische Ausdrucksmöglichkeiten: sie verwirklichte die Idee, durch die Darstellung von Spannung und Gegensatz emotionale Wirkungen zu erzielen, das Wesenhafte, Seelische und Gefühlsmäßige unverfälscht und impulsiv bildhaft auszudrücken. Sie betonte den spontanen Malakt unter Verzicht auf sachlich genaue Wiedergabe, auf Perspektive oder natürliche Farbigkeit. Eigen ist ihrer Kunst nun: eine starke Farbgebung, ein großflächiger Farbauftrag und eine ausdrucksstarke Liniensprache.
Mit der Zeit setzte das Material Farbe ihrem künstlerischen Ausdruckswillen Grenzen. Diese Grenzen löste sie auf, indem sie ihr Materialreservoir um Fundstücke aus der Natur erweiterte. Sie arbeitete oft Steine, Sand oder Holz mit Hilfe von Gips in ihre Bilder ein.
In den so entstehenden reliefartigen, kraftvollen, farbintensiven Bildformationen verbinden sich ihre künstlerischen Einflüsse und Interessen mit ihrer Verbundenheit zur Natur.
In all den Jahren interessierten sie stets Aspekte geistigen, religiösen und kulturellen Inhalts. Sie las zu diesen Themen, führte Gespräche mit Menschen gleich gesinnter Natur und besuchte immer wieder einschlägige Veranstaltungen und Vorträge. Heute kann sie sagen, dass für sie der Begriff der Verbindungen ihr Denken und Fühlen am besten zum Ausdruck bringt. Er beinhaltet für sie: die Liebe zur Natur (Verbindung der Elemente); die Liebe zum Nächsten (emotionale Verbindung) und die Friedensliebe („Wir sind Tropfen eines Meeres und Blätter eines Baumes…“). Dieser Begriff definiert inzwischen ihre zentrale künstlerische Intention.
Seit 2003 entstanden parallel zu ihrer Malerei auch großformatige Installationen und Objekte. In der Technik des Linolschnitts entwickelte sie ein Gesamtobjekt zu dem Thema Verbindungen. Dabei druckte Sigrid Drübbisch auf unübliche Malgründe, wie z. B. Acrylglas.
In diesen Arbeiten betrachtet sie intensiv den zwischenmenschlichen Bereich. Gefühle, wie z.B. Freude, Vertrautheit, Zweifel, Skepsis etc. werden durch Personen oder in Gesichtern widergespiegelt.
2009 entwickelte sie in der Technik des Linolschnittes eine weitere Variante, bei der nach der Fertigung des Linolschnittes zusätzlich zur farbigen Bearbeitung der Druckplatte malerische Akzente direkt auf die Linolplatte als Bild aufgetragen werden. Anschließend erfolgt ein einmaliger Druck, der jedes Werk zu einem Unikat werden lässt.
Seit 2003 bringt die Künstlerin ihre Gefühle, Gedanken und Ideen zu den o.g. Aspekten auch in Textform zum Ausdruck (Bild/Text bzw. Text/Bild-Projekt). Dabei geschieht es sowohl, dass die Texte sie zu ihren Bildern inspirieren, oder aber die Bilder zu den Texten.
Dabei liegt es natürlich in ihrer Intention, durch Wort und Bild ihre Ideen zu vermitteln, dennoch besteht der gleichzeitige Wunsch, für den Betrachter so viel Freiraum zu lassen, dass sich seine eigenen Assoziationen unmittelbar einstellen können.
