Der Augsburger Friedenssamen

Bratislav RakicDer Augsburger Friedenssamen292 Seiten,zahlreiche Farbgrafiken.ISBN 3-937844-20-112,50 Euro Hrsg. von Bratislav Rakic.Der Augsburger Friedenssamen130 Autoren aus ganz Europa schreiben für den Frieden:Eine der wohl umfangreichsten Sammlungen von Gedichten und bildender Kunst für den FriedenIm Jahr 2003 hat die Stadt Augsburg gemeinsam mit dem Geest-Verlag und der Zeitschrift ‚Die Brücke' einen Lyrik-Wettbewerb zum Thema „Frieden“ ausgelobt. Der Erfolg dieser Ausschreibung war überwältigend: Über 300 Autorinnen und Autoren aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus haben sich mit 950 Gedichten und 500 Werken der bildenden Kunst daran beteiligt. Lyrik in 14 verschiedenen Sprachen hat uns erreicht und bewegt. Der vorliegende Band versammelt ausgewählte Texte des Wettbewerbes. Sie belegen auf besondere Weise, in welch vielfältiger Form sich Menschen mit dem Thema Frieden in der Gegenwart auseinander setzen. Da gibt es Frieden als Widerspruch zum Krieg, der uns heute scheinbar ständig begegnet. Frieden als Sehnsucht nach einer besseren, angstfreien Welt. Frieden als Wertehaltung, die das Recht auf Anderssein unbedingt bejaht und gleichzeitig einen eigenen festen Standpunkt kennt. (Aus dem Vorwort von Eva Leipprand). Die Gedichte sind zum Teil in verschiedenen Sprachen abgedruckt (immer auch in deutscher Übersetzung).Mehr als 130 Autoren und Künstler sind mit ihren Beiträgen in diesem Band für eine Veröffentlichung ausgesucht worden. Der ‘Augsburger Friedenssamen’ ist damit eine der sicherlich bedeutendsten Lyriksammlungen zum Thema Frieden im deutschsprachigen Raum.Der ‘Augsburger Friedenssamen’ ist eine Publikation im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfestes 2004. Die Realisation dieses Buches erfolgt mit Unterstützung des Kulturbüros und des Integrationsbeauftragten der Stadt Augsburg.Die Mitwirkenden des Augsburger FriedenssamensAchim Amme, Alfons Czeskleba, Angelika Lösto, Angelika Mensching-Oppenheimer, Annelore Brands, Annemarie Jacobs, Annette Paul, Atsuko Katô, Balthasar, Barbara Siwik, Bea Bezler, Beloš Slavica, Birgit Berg, Birgit Oldenburg, Branka Butarac Janjicek, Bratislav Rakic, Bruno Horst Bull, Burkhard Jysch, Carmen Caputo, Christel Greller, Christine Gradl, Christoph Friedrich, Christoph Maisenbacher, Denise-Annette Langner-Urso, Dieter J. Baumgart, Doris Hegemann, Dr. Hans-Joachim Liese, Dragojla Popovic, Elfriede Bruckmeier, Elisabeth ba Schmid, Elsbeth Freier, Emmerich Lang, Erhard Jöst, Erich Pfefferlen, Ernst Schmid, Esther Bystrek, Eva-Maria Berg, Ewart Reder, Felicitas Kretschmann, Frank Fischer, Friedeborg Stisser, Friederike Weichselbaumer, Fritz Reutemann, Gabriele di Ciriaco, Gaby Hühn-Keller, Georg Ihmann, Georg Walz, Georgios Lillis, Gerald Fiebig, Gertrud Schurig, Gisela Rest-Hartjes, Gudrun Kropp, H. D. Gölzenleuchter, Hanne Schnabel, Hans Hollweg, Harald K. Hülsmann, Heidrun Schäfer, Heidrun Schaller, Herbert Becher/Jaime Salas, Hermann Wischnat, Hippe Habasch, Ingo Cesaro, Irena Habalik, Irene Wendenskaja-Gravender, Irina Zaharescu-Spira, Isolde Ahr, Jenny Schon, Josée Hümpel-Langen, Josefine Konietzko, Julia Victoria Seifert, Jürgen Beckelmann, Jürgen Herwig, Kambiz Behbahani, Karl-Heinz Schreiber, Kenan Özer, Klaus Roth, Lazar Dašic, Lili Keller-Strittmatter, Ljiljana-Lili Lukic, Luitgard Renate Kasper-Merbach, Malwine Winy Markel, Manfred Beck, Margot Born, Margot Marquardt, Margot Pietzsch, Mariana Blank, Marianne Rieger, Maridès Soler, Marion Wollersheim, Martina Ernst, Martina Sens, Maryam Sharif, Michael Hillen, Mile Prerad, Mirjam Hirch, Monika Rollmann, Nazif Telek, Norbert Büttner, Olga Komlyk, Oliver Meiser, Paul Esser, Paul Pfeffer, Peter Weibel, Raymond Dittrich, Rea Revekka Poulhariodou, Regine Mönkemeier, Reinhard Rakow, Romy Salvagno, Sabine Ocker, Siegfried Unterhuber, Slavica Barešic-Holzer, Stefan Rois, Suzana Dragic, Tamara Kudrjavceva, Tatjana Auster, Thomas Schafferer, Traute Gundlach, Ulrike Kleinert, Uroš Dojcinovic, Verena Blecher, Verica Trickovic, Vojo Stankovic, Volker Erhardt, Walter Zahorka, Wiltrud Knotowski, Wolfgang Brockpähler, Wolfgang Fehse, Wolfram Liebing, Zuzana BrezanyovaBuchpremie Augsburger Friedenssamen am 7. August im Brecht-Haus in Augsburg (kompletter Bericht unter www.Forumaugsburg.de)Im Jahr 2003 hat die Stadt Augsburg gemeinsam mit dem Geest-Verlag »» und der Zeitschrift Die Brücke »» einen Lyrik-Wettbewerb zum Thema „Frieden“ ausgelobt. Der Erfolg dieser Ausschreibung war überwältigend: Über 300 Autorinnen und Autoren aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus haben sich mit 950 Gedichten und 500 Werken der bildenden Kunst daran beteiligt. Lyrik in 14 verschiedenen Sprachen kam an. Der vorliegende Band versammelt ausgewählte Texte des Wettbewerbs und stellt eine der wohl umfangreichsten Sammlungen von Gedichten und bildender Kunst für den Frieden dar.Die Idee des Wettbewerbes kam von dem Schriftsteller Bratislav Rakic (rechts im Bild), Autor im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt in Augsburg und wurde vom Ausländerbeirat und dem Ausländerbeauftragten der Stadt, Robert Vogel, aufgegriffen. Bratislav Rakic gab sich als Herausgeber viel Mühe bei der Zusammenstellung und Gestaltung des Werkes. Hier auf der Veranstaltung von Kulturbüro und Ausländerbeirat am 08.07.2004 im Brechthaus.Gerald Fiebig beim Vortrag seines Gedichtes taverne agora, münchen-sendling Da dieses Gedicht zum Thema Krieg, Faschismus und Widerstand den Schauplatz München hat, ließ es sich der Autor nicht nehmen, auch zum Schauplatz Augsburg einige Worte zu verlieren. Das war insofern auch fast nötig, sonst wäre von Kriegsursachen, Kriegsverbrechern und Rüstungsfirmen überhaupt nicht die Rede gewesen.Gerald Fiebig: Zum Thema “Friedensstadt Augsburg” möchte ich anmerken, dass wir uns in Westeuropa doch sehr daran gewöhnt haben, dass Krieg etwas ist, das immer anderswo stattfindet, sei es im ehemaligen Jugoslawien oder in Afrika. Günter Gretz bemerkt dazu in der Zeitschrift “testcard” (Nr. 13): “In der Zeitung steht nur drin, dass sie sich in Afrika kloppen. Das wird dann reduziert auf Stammesgeschichten. Dabei liegt das meist an konkreten existenziellen Problemen. Was gerade im Kongo passiert, könnte man ganz einfach lösen: Kein Militär hinschicken, sondern vor jede Munitionsfabrik der Welt – es ist ja bekannt, wo die sind – UNO-Truppen stellen und gucken, wohin die Ladung geht.”Auch für andere Konflikte als den im Kongo wäre das ein Modell. Man stelle sich vor: Blauhelmsoldaten aus Ghana demontieren die Localbahnschienen vor dem EADS-Werk in Augsburg, um den Abtransport von Kampfflugzeugteilen zu verhindern. Namibische Blauhelme demontieren die Straßenschilder im Univiertel, weil sie Namen von Kriegsverbrechern tragen. Die hätten dann im Gegensatz zu den meisten Afrikanern in Deutschland auch kein Problem mit ihrer Aufenthaltsgenehmigung. Erich PfefferlenDEN FRIEDENüberrrundethatunsere schnelle ZeitüberrumpeltUnd dabeidie Zunge verloren(fast)glickzungig nurstammelt sieFRIEDENins Bebenverkraterter HerzenEs glimmterschossener Friedenam Dochtder Hoffnung(Erich Pfefferlengeb. in Nördlingen, lebt und arbeitet in Horgau/Augsburg; Studiendirektor. Zahlreiche Veröffentlichungen (v. a. Lyrik) in Zeitungen, Zeitschriften, Kalendern, Dokumentationsbänden, Anthologien, im Rundfunk und Fernsehen. Mehrere Lyrikbände; etliche Auszeichnungen, so 1996 Fedor-Malchow-Lyrikpreis des Landes Schleswig-Holstein und 1998 Preisträger beim Lyrikwettbewerb zum 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag. ) Kenan ÖzerVom Gastarbeiter zum DeutschtürkenVor 40 Jahren hieß man mich am Münchner Hauptbahnhofmit Orchester herzlich willkommenEin Holzkoffer in der Hand, eine Mütze auf dem KopfEinen dicken Kuss auf die Stirn habe ich bekommen.Ich arbeite am Band, ist schwer und scheußlich,Heimat, Kinder, Frau, Eltern sind unvergesslichIch koche, wasche, war vorher unbedenklichAber jeden Monat regelmäßig Geld unbeschwerlich.