Stellwerk - Die erste Anthologie

Hrsg. von Stephan Klement
Stellwerk - Die erste Anthologie
ISBN 3-936389-89-6
10 Euro

 

Hrsg. von Stephan Klement

Stellwerk - Die erste Anthologie

Pünktlich zum ersten Jahrestag der Entstehung legt die Marburger Künstlergemeinschaft „Stellwerk“ ein Produkt vor, das den Grundgedanken gleich in mehrfacher Hinsicht erfüllt: eine Anthologie verschiedener Künstler in Wort und Bild.


Mit Beiträgen von:

Andreas Dietrich

Astrid Hentrich

Christiane Schwarze

Christoph Kirschenmann

Christoph Lemke

Corinna Schütz

Daniel Mylow

Erna Lüttecke

Ernst-Edmund Keil

Esther Kinzelmann

Heike Thiesemann-Reith

Hendrik Schneller

Henning Wagner

Heiko Paulheim

Jörg Block

Katrin Czerny

Margit Lieverz

Markus Ebersbach

Marianne Kieper

Manuela Zimmermann

Michalea Kromer

Stefan Briel

Stephan Klement


Stellwerk: Die erste Anthologie

besprochen von Peter Oefele

Stephan Klement ist ihm mit seinem Debüt als Herausgeber ein kurzweiliges Buch gelungen. Die Mischung macht’s: Nüchterne, ernste, manchmal (zu?) träumerische Lyrik. - Nachdenkliche, teilweise amüsante Kurzprosa, zumeist auf hohem Niveau. Aussagekräftige und durchwegs hochwertige Zeichnungen, wobei hier die Werke des Herausgebers selbst - neben allen anderen - ganz besonders zu gefallen wissen. Dieser bunte Reigen wurde gekonnt in Reihe gebracht. Sollte dem Leser der eine oder andere Text nicht ins Konzept passen, gibt es nie Grund „Die erste Anthologie“ des Stellwerks aus Marburg wegzulegen: schon auf der nächsten Seite findet sich für jeden etwas. – Das Buch ist ein „Page-Turner“; ich habe es an einem Abend gut, gerne und gemütlich durchgelesen.
Da finden sich gestandene AutorenInnen wie Christiane Schwarze, die den Schlauch konservativer Literaturpreisverleihungen köstlich durch den Salat zu ziehen weiß. Mit Prof. Dr. Ernst-Edmund Keil ein ehemaliger Professor für Deutsche Literatur, der in der Lage ist, sich „ernsthafte“ Gedanken über seinen eigenen Vornamen zu machen. Junge und junggebliebene Wilde: Melancholiker, verletzte Herzen, Grübler; genauso wie verlorengegangene Comedy-Talente. Und natürlich die Mitglieder des Stellwerks, die mit der in diesem Buch verarbeiteten Lesung deutschlandweit ganz klar Stellung bezogen haben: Just do it! – Mit der Kunst, für die Kunst. Multimedia: in Wort, Bild und Ton.
Namentliche Erwähnung gebührt weiterhin: Stefan Briel, hinter dessen rhythmischen Gedichten ganz unzweifelhaft ein begnadeter Songwriter stecken muss. Astrid Hentrich, die mit ihren Beiträgen den Autor dieser Besprechung ganz besonders zu beeindrucken wusste. Dem Sieger des Vorlesewettbewerbs, Henning Wagner – bissig! Erna Lüttecke, die mit ihrem „Felsen“ ganz vortrefflich zeigt, dass die Geschichte mit der Lyrik, die sich heute nicht mehr reimen darf, ohne dabei altbacken zu wirken, nur ein falsch und leichtsinnig gestreutes Gerücht sein kann. Ein wahres Highlight bietet Christoph Kirschenmann mit seiner Humoreske „Karaoke“. - Beim nächsten mal gerne mehr von ihm ...
... Beim nächsten Mal. - Stephan Klement scheut sich nicht, den hohen Anspruch des Stellwerks auf das Buchcover zu schreiben: Der Untertitel „Die erste Anthologie“ impliziert, dass zumindest eine zweite folgen wird. - Weiter so in Marburg!