Schulz, Bernhard M.

Bernhard Metternich Schulz
wurde  1913 in Lindlar geboren, einem Dorf  im Oberbergischen Land, in dem er „mit dem Duft von Heu in der Nase zwischen Hühnern  und Kaninchen aufwuchs“, wie er gerne sagte. Nach dem Besuch der Volksschule, einer Zwergschule, gaben ihn die Eltern an ein Internat ab, in dem  Latein und Griechisch gepaukt wurde mit dem Ziel, aus den Zöglingen Missionare zu machen. B. S. neigte eher dazu, so erfolgreich schreiben zu lernen wie Ludwig Ganghofer oder  doch mindestens so spannend wie Karl May, die beide unter der Bank geschmökert wurden. Aus Karl May wurde so wenig wie aus dem Geigenspiel, das im späteren Leben den Zustand anhaltender Erwerbslosigkeit verhindern sollte. Immerhin war der Weg zum Gedruckten vorgezeichnet. Er entschloss sich, Journalist zu werden, um die „Tyrannei, die bereits an Knaben verübt wurde, zu bekämpfen“. Als Redakteur arbeitete er „von der Pike auf“ bei Zeitungen, Zeitschriften und  Pressediensten. Sein Weg  führte von Köln über Hannover nach Berlin. 
Im August 1939 berief ihn der „Größte Feldherr aller Zeiten“ zu den Waffen. Die Waffen waren das Gewehr 98 und zwei Patronentaschen. Es folgten ein harter Winter in einem Wald an der belgischen Grenze, der Marsch durch Frankreich bis Cherbourg, die Einnahme der Kanalinsel Alderney und der lange Feldzug in Russland. 1945 kehrte B. S. aus amerikanischer Gefangenschaft  nach Osnabrück zurück, in die ursprüngliche Heimat seiner Familie. Dort wirkte er als Feuilletonchef an der Zeitung „Neues Tageblatt“ und deren Nachfolger. Hier entstand die Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem bekannten Karikaturisten Fritz Wolf. 24 Bücher und fast 2.400 Kurzgeschichten sind seit 1934 erschienen. „Die Krähen von Maklaki“ (1967), Erzählungen aus dem  Winterfeldzug in Russland, wurden sogar ins Russische übersetzt. Die Leser unter Gorbatschow lobten an diesem Buch die „humane Haltung des Autors“ und seinen „Protest gegen den Krieg“. Schulz verstarb 2003.
 

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