Überzeugende Premierenlesung 'wie buchstabiert man stille' von Sigune Schnabel und Philipp Letranger am gestrigen Abend (7.8.) in Düsseldorf
Zahlreiche Freunde, Bekannte und Literaturinteressierte, Autorenkolleginnen, Gäste selbst aus Aachen und ehmalige Praktikantinnen des Verlags waren am gestrigen Abend in die Räumlichkeiten des onomato in Düsseldorf gekommen. Und niemand wird es bereut haben, denn in wunderbar gelöster Atmosphäre fand die offizielle Premierenlesung des Bandes 'wie buchstabiert man stille' von Sigune Schnabel und Philipp Létranger statt. Die Autor*innen boten dabei nicht nur eine Lesung aus ihrem Buch, sondern erläuterten auch Hintergünde bei der Entstehungsgeschichte, diskutierten zudem Rückfragen der Gäste über die Wirkungsgeschichte des Bandes. Auch Verlagsleiter Alfred Büngen erläuterte die besondere Bedeutung des Dialogs im lyrischen Schreiben und die Notwendigkeit, sich weiter mit Gedichten in die Öffentlichkeit zu wagen. Das Publikum lobte die geradezu wunderbare sprachliche Harmonie des Bandes bei Beibehaltung der jeweiligen literarischen Selbstständigkeit und die durch den Dialog bewirkte Breite und Tiefe der inhaltlichen Aussage. Ein überzeugender Premierenabend.
Die Sommer vergaß ich bei seinem Klang,
und ich sah, wie die Erde Frostnächte gebar.
Tagelang hatten sie in ihrem Körper geschlummert.
Jetzt wollten sie ans Licht.
(Sigune Schnabel)
komm lass uns tanzen gehen
hast du gesagt
einmal noch
auf den trümmern
der welt
(Philipp Létranger)