Walsrode – Der Walsroder Schriftsteller Thomas Bartsch legt nach drei Gedichtbänden und einem tiefenpsychologischen Essay einen weiteren Lyrikband im Geest-Verlag vor. Er trägt den Titel „Erdrutsch der Zeit“. Wie der Autor mitteilt, setzt er sich dichterisch mit dem Themenkomplex von Individualität, Beziehung, Stille, Abschied, Loslassen und Neuorientierung auseinander.
Mit seiner Wortkunst gestaltet er das Erinnerungsphänomen komplex verwobener, einander durchdringender Erlebnisinhalte. Trotz einer vom Autor durchaus beabsichtigten melancholischen und weichen Grundströmung enthält dieses Werk auch heitere und ironisch-kritische Wendungen, die aufmerken lassen, ein Schmunzeln auslösen oder zu einer Positionierung anregen.
Wie in seinen vorangegangenen Büchern bleibt Bartsch auch in seinem neuen Werk seiner Linie treu: Er schreibt ohne Schnörkel und Umschreibungen, metaphorisch auf Wesentliches reduzierend, pointierend, dabei immer authentisch und spürbar biografisch.
Hierzu schreibt der Verdener Autor Dr. Holger Küls in seiner Buchbesprechung vom Juni 2026: „Auffällig ist, mit wie wenig Bartsch auskommt. Er arbeitet mit wenigen, aber treffenden Bildern, die mehr andeuten als ausmalen. So entsteht Raum für eigene Erinnerungen und eigene Gedanken. Die Sprache ist einfach, aber nie leer; nachdenklich, aber nicht schwer. Wo andere Gedichte ihre Bilder anhäufen, vertraut Bartsch auf das Weglassen und auf die Kraft des Ungesagten […] Es ist ein Buch, das man nicht in einem Zug durchliest, sondern langsam – und gern mehrmals zur Hand nimmt.“
Der 100 Seiten umfassende Lyrikband (ISBN 978-3-69064-568-3) ist für 14 Euro im Buchhandel und direkt beim Geest-Verlag erhältlich.