Volker Gallé - überleben
überleben
der schädel mondgewölbt
im astwerk einer alten felsenkiefer.
und haare züngeln über haut und stamm.
der wind spielt mit den himmelblauen augen
und jenseits der pupillenschächte
funkeln lichtergärten.
mit zarter zunge spür ich jeden regen.
mein wort jagt lachend maus und kröte
durch das unterholz.
ich war der vater meiner mutter.
von außen bin ich wie von innen:
die quelle, die den tod in frage stellt
und überlebt
im schatten seinerselbst.