Frank M. Fischer - Vielleicht ist dies ein friedliches Bild

Vielleicht ist dies ein friedliches Bild

Die Fliehenden widersprechen uns nicht

Die Tiermenschen starren uns an

das nennen wir Evolution

Die Natur des Menschen ist es

Brandstifter zu sein

Warum sagt ihr dann

ihr mögt keine Dystopien

Wenn wir das Feuer doch lieben

das wir selbst legen

 

Der Widerspruch liegt in uns selbst

Noch nie war es so sehr Zeit

Wir werden im Brennen ein neues

Zuhause finden müssen

Und wir werden die letzten Bäume bevölkern

Um wie heidnische Götter die Reste

des Waldes zu schützen

Um mit ihnen um das Überleben der letzten

Landschaften von Fürsorge zu kämpfen

Und wir werden die Bäume nicht verlassen

wenn die Maschinen die

Wie Insekten aussehen mit ihren Zangen

Die Stämme abknipsen

wenn sie wie Halme von Schilf

Oder Seegras am Ufer einer Salzwiese

Einknicken um dann stumm

in den Schlamm zu sinken

 

 

Als hätte es sie nie gegeben

Und wir werden die Lieder singen vom Widerspruch

Zwischen Zivilisation und unserer Rettung

Wir werden in den Ästen hängen und die Parolen

Des Durchhaltens durch die Luft schleudern

Wir werden uns wagemutig und selten fühlen

Während die Söldner uns mit Wasserwerfern

Aus dem Himmel holen womit sie nur ihrer

Uniform entsprechen und wir nicht dem Gesetz

 

Und wir werden den zivilen Ungehorsam tragen

Wie eine Maske die uns friedlich zu Gesicht steht

Im Schmerz des Aufschlagens

Die gebrochenen Gebeine auf Haufen gelegt

Gepflanzt mit einem Mund voller Erde

Aus dem in einhundert Jahren Einsamkeit

Ein Setzling vergessener Buchen sprießen soll