Wenn selbst der Plastikbaum stirbt - Gedichte / 14 Lyriker im Dialog
Wenn selbst der
Plastikbaum stirbt
Gedichte
Mit Beiträgen von
Thomas Bartsch
Frank M. Fischer
Holger Küls
Hans-Hermann Mahnken
Artur Nickel
Sigune Schnabel
Rieke Siemon
im Dialog mit
Miriam Bornewasser
Thalia-Anna Hampf
Anna Hackstedt
Ulrike Marie Hille
Philipp Létranger
Eda Muslubaş
Amanda Wurm
Mit einer Einleitung von Prof. Dr. Herbert Zucchi
Herausgegeben von Alfred Büngen
Geest-Verlag 2026
ISBN 978-3-69064- 561-4,
14,50 Euro, 190 S.
Die Erde trägt mich, wiegt mich sanft,
gibt mir Ruhe und Sicherheit.
Und immer, wenn der Sommer geht,
beginnt das leise Vermissen.
Eda Muslubaş
2022 schlossen sich mit Thomas Bartsch, Frank M. Fischer, Holger Küls, Hans-Hermann Mahnken,
Artur Nickel, Sigune Schnabel und Rieke Siemon sieben Lyriker*innen des Geest-Verlags zusammen, um sich
kooperativ für die Stärkung und Verbreitung von Lyrik einzusetzen und gemeinsam Anthologien zu
grundlegenden gesellschaftlichen Fragen in poetischer Form zu veröffentlichen.
Einen der zentralen Aspekte menschlicher Entwicklung und des Fortbestehens der Erde
bedeutet der Gruppe das Bewusstsein über das Verhältnis Mensch - Natur. um die
poetische Auseinandersetzung zu erweitern, luden die 7 Beteiligten außerhalb der Gruppe
jeweils eine*n Lyrikerin als Dialogpartner'in ein: Miriam Bornewasser, Thalia-Anna Hampf,
Anna Hackstedt, Ulrike Marie Hille, Philipp Létranger, Eda Muslubaş unnd Amanda Wurm.
So entstand dieses Buch aus sehr unterschiedlich ökologisch-philosophischen Sichtweisen
und poetischen Umsetzungen, die den Lesenden hilfreich bei der Ausbildung eigener Positionen
sein werden.
Geleitwort
Die Erde ist gesegnet mit einer wunderbaren und wundersamen Natur, zu der die Vielfalt von Lebensräumen und etliche Millionen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten gehören – wir wissen nicht, wieviele es letztlich sind. Diese Natur ermöglicht es uns Menschen, von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter beglückende Begegnungen und Erlebnisse zu haben, die zu einer großen Liebe der Welt gegenüber führen können, uns aber auch eine gewaltige Verantwortung für ihre Bewahrung abverlangen. Verantwortung auch dafür, unseren Nachkommen diese Erde möglichst unversehrt zu hinterlassen. Dem werden wir nicht gerecht, wie die andere, die dunkle Seite mit dem verhängnisvollen Wirken von Homo sapiens (?) der Natur gegenüber zeigt: Übernutzung und komplette Zerstörung von Lebensräumen, Gefährdung oder gar Ausrottung zahlreicher Arten, Überschwemmung der Erde mit Giftstoffen, Überdüngung von Land-, Süßwasser- und Meereslebensräumen, Plastiküberfrachtung, Massentierhaltung und andere Phänomene führen uns dies deutlich vor Augen. Vieles bleibt nur noch in der digitalen Welt sichtbar, die gleichzeitig ein weiterer Bedrohungsfaktor ist.
Das alles findet sich in den Texten der Autorinnen und Autoren in starker Bildhaftigkeit und von Stimmungen und Gefühlen durchdrungen wieder: In Schönheit, Faszination, Kritik, Düsternis, Verlust und Schmerz. Lyrik eben in unterschiedlicher, in vielfältiger Form. Berührend, erschreckend, aufwühlend, aufregend, anregend.
Osnabrück, im März 2026 Prof. Dr. Herbert Zucchi
