Markus Fegers - Dichtkunst

Dichtkunst

Viel braucht es nicht
für ein Gedicht:
Ein kleiner Block mit fünfzehn Zeilen,
natürlich auch ein weicher Stift,

die reichen stets für ein Sonett
plus ausgefeilter Überschrift. 
Okay: Ein Bistrotisch, gern wackelfrei,
mit Kaffeetasse hilft dabei.

Für eine Story kommt hinzu
ein spitzes Ohr zu Nachbartischen,
auf dass ich den Gesprächen lausche,

die ich zu einem Plot aufbausche, 
sonst bleibt die Dichtung inhaltsleer –
was traurig wär‘!