NWZ berichtet ausführlich über den 3. Vechtaer Jugendliteraturpreis

Vechta /Langförden „Ich in meiner Welt von morgen“ – unter diesem Titel sind ausgewählte Texte des ersten Vechtaer Jugendliteraturpreises in einem Buch gesammelt. Erstmals wurde der Wettbewerb als gemeinsamer Wettbewerb der Stadt Vechta und des Geest-Verlags (Langförden) für Autoren und Autorinnen von 14 bis 21 Jahren nicht nur regional, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum ausgetragen. Mit deutlich über 400 Einsendungen wurden die Erwartungen an den Wettbewerb weit übertroffen, heißt es in einer Mitteilung des Geest-Verlages.

 

Ich in der Zukunft

Wie sieht die Welt von morgen aus? Wie wird das Ich sich in der Welt von morgen zurechtfinden? Was macht das Ich von morgen beruflich/privat? Kennt das Ich im Morgen noch Hass? Mit solchen und ähnlichen Fragen konnten sich die Teilnehmer auseinandersetzen. Die Jugendlichen waren im März dazu aufgerufen worden, sich in Träumen, Gedanken und Gesprächen literarisch auszutoben und die Thematik der Positionierung des Ich in einer zukünftigen Gesellschaft auszuarbeiten.

Hohes Niveau der Texte

Junge Autorinnen und Autoren aus allen Teilen der Bundesrepublik, aus Österreich, der Schweiz und sogar Italien schickten Beiträge in verschiedensten literarischen Formen. Die Herausgeberjury um Louisa Bergmann, Olaf Bröcker, Alfred Büngen, Luisa Maureen Chilinski, Kim Karotki und Oliver Kausch loben neben der inhaltlichen auch die literarische und sprachliche Gestaltungsvielfältigkeit. Das hohe Niveau der Texte zeige an, dass es unzählige literarische Talente gebe, die erfreulicherweise individuelle Wege des Schreibens einschlagen.

Digitale Veranstaltung

„Wir freuen uns sehr, eine Anzahl dieser Talente mit dieser Textsammlung der Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen, zumal die Corona-Krise viele geplante Veranstaltungen um dieses Buch leider verhindert haben. Die nun eigentlich für den November geplante Premiere im Metropol musste leider ausfallen beziehungsweise wird ins Internet verschoben. Hier sind ab 11. November die Preisträger – darunter drei Vechtaer Autorinnen – mit Hör- und Videodateien zu erleben“, heißt es vom Verlag.

Studentin gewinnt

Den ersten Platz belegte Helena Baur (Rösrath, Nordrhein-Westfalen) mit ihrem Text „Ich-Maschine“. Die Erstplatzierte wurde 2002 in Köln geboren und engagierte sich während der Schulzeit in Literatur- und Theater-AGs. In der Spielzeit 2019/2020 war sie für eine Produktion am Theater Bonn engagiert. Aktuell studiert sie Linguistik und Phonetik sowie Medienkulturwissenschaft an der Universität zu Köln. Neben Kurzprosa und Songtexten schreibt Baur vor allem kurze Theaterstücke und Monologe. Sie erhält 300 Euro Preisgeld

Den zweiten Platz teilen sich Emma Lüers aus Vechta und Elisa Lehmann aus Osnabrück. „In einer Minute in der Zukunft nach dir“ heißt der Text der 18-jährigen Emma, die aus Calveslage stammt. Aktuell geht sie auf das Gymnasium Antonianum in Vechta und macht 2021 ihr Abitur. Über die Schule ist sie auch zum regelmäßigen Schreiben gekommen, dort wird eine Schreibwerkstatt angeboten. Elisa wurde 1998 in der schwäbischen Provinz geboren, die sie nach dem Abitur hinter sich lies. Nach einigen Umwegen ist sie gerade dabei ihr Psychologiestudium in Osnabrück abzuschließen. Die beiden Zweitplatzierten erhalten 100 Euro als Preisgeld.

 


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