Richard Pfund - Horst der Höllenhund (geht ins Lektorat)
Richard Pfund
Horst der Höllenhund
Geest-Verlag 2026
Vorwort
Ich saß in meinem Rollstuhl und beobachtete die Welt. Beobachtete die Umgebung, wie sie war. Vieles verstand ich, was ich sah und vieles auch nicht, weil es viel Absurdes in meiner Wahrnehmung gab. Über diese Dinge wollte der kleine Richard reden und nachdenken, denn ich wollte die Welt verstehen. Aber ich war schon immer ein sehr ruhiger und nachdenklicher junger Mensch, der nicht aus sich rauskam. So behielt ich und behalte viel für mich. Eines Tages aber, die Sonne schien auf der Terrasse meiner Eltern und ich saß wieder da und schrieb von einem laufenden ich und wie der Teufel an die Tür klopfte. Der Teufel sagte, er bräuchte Urlaub und brachte mir einen Höllenhund namens Horst vorbei.
Dieser rotäugige Hund mit seinem Spucknapf um den Hals, denn sein Sabber ist leicht entzündlich, wenn dieser den Boden oder diverse Polstermöbel trifft, wurde bis heute ein treuer Begleiter meines Lebens, den meine Familie und ein paar enge Freunde genauso lieb gewonnen haben und mit gespannter Haltung auf die nächste Horstgeschichte warten. Stimmen wurden immer mal wieder laut, die Geschichten richtig zu veröffentlichen, denn sie hätten Philosophischen-humoristischen Charakter. Nach der Veröffentlichung meines ersten Büchleins, hatte ich versucht, die Episoden mit Host in eine Rahmenhandlung zu bringen, um einen roten Faden zu finden. Man musste den Leser ja auch unterhalten und bei Laune halten. Aber irgendwann knurrte das Höllentier in mir, verdrehte zusätzlich seine roten Augen und raunte: „Was zur Hölle machst du da eigentlich? Wir erleben heute jeden Tag Dinge, die ich von euch Menschen lerne und mich frage: warum? Das sind Situationen, die sich einfach ergeben, das brauch man nicht künstlich in eine Geschichte pressen. Denn jede kleine Begebenheit steht doch schon für sich. Keine Ahnung, ob Herr Teufel seine Fassung jemals wiedererlangt. Jedenfalls werden wir noch eine Weile miteinander aushalten müssen.“
Ich muss sagen, dass der schwarze Hund in mir Recht hat. Ich habe zwar aufgeschrieben, wie ein Teufel völlig erschöpft, bei mir anklopfte, aber seitdem hat sich der Rote nicht wieder gemeldet. Deswegen sollen diese Texte einfach zeigen, wie ich mir, seit ich ein kleiner Junge war, die Absurditäten der Welt erkläre.
Bevor der Teufel auch hier bei Euch anklopft, möchte ich noch erklären, warum mein Horst aus der Hölle kommt. Für mich darf ein Hund aus der Hölle alles sagen und treiben, was ich niemals tun würde. Er ist eine Kunstfigur und eigentlich ganz nett. Ich glaube selbst an Gott und möchte hiermit keine Menschen verletzen.
In diesem Sinne, hört ihr es klopfen?