Kinder und Jugendliche melden sich zu Wort

Karina Schneider - Ich finde unsere Stadt nicht schön (jugendliche melden sich zu Wort am 6. September)

Ich finde unsere Stadt nicht schön

Ich wurde zwar in Essen geboren, doch finde ich unsere Stadt nicht schön. Es gibt hier zu viel Um-weltverschmutzung. Mich stört es, dass hier sehr viel Müll in alle Ecken gestreut wird. Und es ist nicht schön, dass an dem Hauptbahnhof so viele Leute mit Alkohol und Zigaretten herumstehen.

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Kerstin Wüsten - Das tiefe Loch (Jugendliche melden sich zu Wort am 5. September)

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Das tiefe Loch

Als vor drei Jahren meine Mutter an Krebs er-krankte, war das für mich und meine ganze Fa-milie ein großer Schock. Es begann ein langer und harter Kampf gegen diese Krankheit. Wir standen meiner Mutter bei allem zur Seite. Bei den schweren Operationen und bei der quälen-den Chemotherapie, die sich über mehrer Mona-te erstreckte.

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Hadel Alshahwani - Neugeboren an einem Ort (Jugendliche melden sich zu Wort am 2. September)

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neugeboren an einem ort

fremd bin ich hier
hier wo ich bin
wo bin ich denn
an einem ort
wo menschen reden
reden über das fremd sein
hier in essen an einem ort
in einer stadt in einem land
welches mir insgeheim fremd ist
leute hier reden
und verhalten sich anders
die art so zu schauen
sich so zu benehmen
ist mir fremd
und erscheint mir böse

warum werfen viele einen kleinen bösen blick
auf andere menschen
auf neugeborene und jugendliche

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Dakmar Nicowa - Man kann noch etwas ändern (Jugendliche melden sich zu Wort am 31. August)

Man kann noch etwas ändern

Morgen bedeutet Zukunft.
Morgen bedeutet noch nicht da.
Morgen bedeutet Chancen.
Morgen bedeutet Familie.
Morgen bedeutet Arbeit.

Die Zukunft ist wichtig,
also auch der Morgen.

Was noch nicht da ist, in der Zukunft liegt,
kann man noch ändern.

Neue Chancen hat man,
wenn der Morgen kommt.

Eine Familie kann man in der Zukunft gründen,
eine Familie kann man morgen sein.

Geld verdienen, um die Familie zu ernähren,

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Jasmin Otto - Sonnenaufgang (Jugendliche melden sich zu Wort am 30. August)

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Sonnenaufgang

Ich bin allein
Und schaue in die ferne
Ein neuer morgen bricht herein
Was wird er mir bringen
Leiden schmerzen oder traurigkeit
So wie es früher oftmals war
Doch ich weiß
Mein leben wandelt sich
Und mit all den lieben menschen
Die mir helfen ich selbst zu sein
Weiß ich
Der morgen ...
Der morgen!
Kann voller licht und wärme sein

Jasmin Otto (18 Jahre)

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Hadel Alshahwani - Neugeboren an einem Ort

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neugeboren an einem ort

fremd bin ich hier
hier wo ich bin
wo bin ich denn
an einem ort
wo menschen reden
reden über das fremd sein
hier in essen an einem ort
in einer stadt in einem land
welches mir insgeheim fremd ist
leute hier reden
und verhalten sich anders
die art so zu schauen
sich so zu benehmen
ist mir fremd
und erscheint mir böse

warum werfen viele einen kleinen bösen blick
auf andere menschen
auf neugeborene und jugendliche

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Salim Romdhami - Bin kein Deutscher und kein Tunesier (Jugendliche melden sich zu Wort am 26. August)

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Bin kein Deutscher und kein Tunesier

Mein Name ist Salim, ich bin in Essen geboren und aufgewachsen. Ich bin gebürtiger Deutscher,

werde aber als Tunesier gesehen. Die Stadt ist mir nicht fremd, weil ich sie schon lange kenne.

Ich lebe hier, weil mein Vater vor etwa dreißig Jah-ren sich hier angesiedelt hat,

um Arbeit zu finden, da es in Tunesien keine Arbeit gab. Das Land ist erst 1954

von Frankreich unabhängig geworden. Tunesien war damals arm und hatte keine Arbeitsstellen.

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Gülcan Rüstemi - Man braucht nur die Augen zu schließen (Jugendliche melden sich zu Wort am 25.8.)

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Man braucht nur die Augen zu schließen

 

Jeder Mensch hat Träume von der Zukunft. Er
träumt von einem guten Schulabschluss, von einer schönen Arbeit oder von einer
Villa. Das Träumen bringt uns in unsere eigene Traumwelt. Da dürfen wir alles
selbst bestimmen. Man braucht nur die Augen zu schließen und sich alles
vorzustellen.

Wenn ich das Ziel, das ich mir gesteckt habe,
nicht erreiche, dann schließe ich meine Augen und träume davon, wie es wäre,
wenn ich es geschafft hätte. Dann bekomme ich wieder Mut und mache weiter.

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