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Anke Meer - Fallhöhe

Fallhöhe

wir schweigt, doch spricht, wer redet, nun mehr was dem entspricht
und stille Münder fallen, wie große Wasserfälle
das vom plätschern kleine Wort, all deren Sprache Bälle
er schweigt das wir, doch redet, wer blickt, nun mehr, wenn’s Wort zerbricht

die Traurigkeit fließt in Sonne, der Regen ist umgekehrt
im Wasserfall rauscht die Stimme, die plauschend Freiheit sucht
Wanderwege der Sätze und Ausdrucksform nicht umgebucht
leise Reise, Gefühl des weisen seines Blicks, entfernt gewehrt

Hans-Hermann Mahnken Regen vor Nacht

Hans-Hermann Mahnken

Regen vor Nacht

Wenn der Regen schon so fällt vor Nacht
auf diese alte Stadt am dunklen Fluss,
dann hängt der Himmel wolkenschwer herab,
so schwer und grau, dass man ihn trösten muss.

Dann sind die Schirme eilig aufgespannt,
und nirgendwo mehr sieht man ein Gesicht.
Nur Schritte hallen von der nassen Wand.
Und auf dem Gehweg spiegelt sich das Licht.

Dann ist es gut, wenn man nicht einsam bleibt,
weil’s jeden irgendwie zum Andren treibt.
Dem Dichter lässt das Wetter keine Wahl

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