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Vier Tage schreiben, malen, musizieren, diskutieren in der Gedenkstätte Ravensbrück - 2. - 5. November

4 Tage fahren Olaf Bröcker und Verlagsleiter Alfred Büngen mit Jugendlichen in die Gedenkstätte Ravensbrück. Im ehemaligen KZ Ravensbrück und dem Jugendlager Uckermark werden wir uns vier Tage lang mit Jugendlichen mit dieser unfassbaren Vergangenheit auseinandersetzen. Das heißt Schreiben, Malen, Musizieren, Diskutieren, Informationen sammeln, uns mit einzelnen Schicksalen auseinandersetzen. Vor allem auch immer wieder reden, diskutieren, versuchen, das Unfassbare zu verstehen. Bewusst fahren wir mit einer kleineren Gruppe. um intensive Gespräche zu ermöglichen.

Jenny Schon - Zu Allerseelen

Jenny Schon

Zu Allerseelen
Meinen böhmischen Großeltern
- in Böhmen geboren – in Bonn gestorben

Als er starb
Blühten im Pfarrgarten
Aprikosenbäumchen
Ich öffnete das Fenster
Der zarte Duft
Erfüllte die Stube

Die Großmutter
Duftete nach Marillenknödel
Zucker und Zimt
Sie hielt seine Hand
Und hätte ihn gerne gefüttert
Sie liebten sich

Fünfzig Jahre
Wurden hier begraben
Das stille Leid
Die große Liebe
Kein Krieg konnte
Sie trennen

Auch nicht der Tod

Heute im Verlag, Donnerstag, der 2.11.2023 (Allerseelen)

Lektoratsarbeiten

Druckarbeiten

Fahrt nach Ravensbrück - Zusammen mit Olaf Bröcker fährt Verlagsleiter Alfred Büngen heute mit Jugendlichen für vier Tage in die Gedenkstätte Ravensbrück (Frauen KZ Ravensbrück, Jugend KZ Uckermark). Herr Büngen ist erst am Sonntagabend, 5. 1. wieder im Verlag zu erreichen)

Fertigstellung

Ingrid Iheben der kleine Tuffeltaffel

Bindung

Renate Blauth - Blaue Buche (5. Auflage)

Aus der W:andergesellschaft. Bochum erzählt.
Artur Nickel, Ralph Köhnen (Hg.)

Norbert Büttner - Erwartung

Erwartung

sahnig leuchtete der Himmel
in den Sommern die auf mich
warteten kandisartig glänzte
verharschter Schnee in den
Wintern die mich kräftigten

blanke Murmeln die aus der Hand
sprangen waren die Tage immer
weiter zogen sie mich weiter

jetzt wirft das Alter ein weißes
Netz über Haar und Augen
silberne Fäden spinnen
Hoffnungen die ins
Blaue fliegen

aber wie der Junge
der ich war halte ich
immer noch
die Hände offen

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