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Still lacht die Zeit - Mitgliederanthologie für den Verein Lyrik lebt e. V. herausgegeben von Claudia H. Dietrich und Renate M. Riehemann (in der Bindung)


 

Still lacht die Zeit

Mitgliederanthologie

für den Verein Lyrik lebt e. V.
herausgegeben von
Claudia H. Dietrich
und Renate M. Riehemann

Geest-Verlag 2023

ISBN 978-3-86685-969-2                                                                                
220 S., 13,80 Euro

 

Schöner Besuch von der Schüler-Akademie gestern im Verlag

Einen schönen Besuch gab es heute von der Schülerakademie, einem Projekt von verschiedenen Gymnasien im Nordwesten. SchülerInnen haben in den Herbstferien die Möglichkeit, kreative Sachen auszuprobieren. Olaf Bröcker war mit den Jugendlichen der Schreibwerkstatt dort. Viel Gespräche über LÖiteratur, das Leben und die eigene Literatur. Danke für euren Besuch.

Die Forschungsgruppe: Ein Projekt mit Menschen mit Beeinträchtigungen - Mit dabei unsere Autorin Doris Egger

Die Forschungsgruppe wurde auf Initiative der Uni Zürich im Oktober 2013 gegründet. Momentan sind wir fünf Teilnehmer*innen mit kognitiven, resp. psychischen Beeinträchtigungen und vier Begleiter*innen der Uni Zürich.
Wir forschen über alles, was uns als "Behinderte" im Alltag betrifft.
2017 konnten wir ein Buch herausgeben, das komplett von uns gestaltet wurde. Das heisst,das Layout  machte zum Beispiel ein Mann mit Down Syndrom mit Unterstützung.

Bettina Engel-Wehner, Abenddämmerung

Bettina Engel-Wehner,
Abenddämmerung

Die Rufe der ziehenden Kraniche
am Abendhimmel klingen
wie die lebhaften Stimmen spielender Kinder
in der Ferne. Frei.

Übertönt vom krächzenden Lärmen
einfallender Krähen, die sich sammeln zur Nacht
wie der Mob mit seinen hasserfüllten Parolen
in den Gassen einer schweigenden Stadt.

Durchbrochen
die düstere Atmosphäre
überstimmt
vom (an-) mutigen Lied
einer einzigen Nachtigall.

Werde nie stumm.

Samson Cvetkovic, Wer hat Angst vorm schwulen Mann?

Samson Cvetkovic, Wien (Österreich)
Wer hat Angst vorm schwulen Mann?

Ich saß auf dem Sofa
und wollte kotzen.
Mein Kopf dröhnte
und meine Augen fühlten sich an
wie zwei schwere Lehmklumpen.
Ich griff mir an die Stirn
und seufzte.

Was ist,
sagte Dave,
der gegenüber von mir saß,
schon wieder zu tief ins Glas geblickt?

Ins Glas,
in die Flasche
und in alles über das ich sonst so gestolpert bin,
sagte ich.

Er lachte.

Auf einmal ging die Tür auf

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