Allgemeine News

Karl J. Müller, Zeitensprünge

Karl J. Müller, Nüziders
Zeitensprünge

zwischen Häuserzeilen
grölt die Zeit vorbei
flirtet
mit vergangenen Jahren
Aschenregen
fällt auf Lederstiefel
sie sind durch die Jahre
marschiert

fremde Augen schauen
aus schlierenanfälligen Scheiben
auf widersprechende Straßen
heute ist kein Platz für Gestern
wir wollen die Fenster putzen
bis die Gesichter
nicht mehr fremd sind
 

Heidi Bergmann, Asyl abgelehnt

Heidi Bergmann, Zwickau
Asyl abgelehnt

Überm Tag der Gesang der Amsel
und in ihn eingefaltet
weiße Blütentrauben der Akazie
vergessene Liebesworte tanzen
den Himmel blau
auf seinem gestärkten Laken
kann ich liegen und füttere die Amsel
mit den auf später verschobenen Träumen
oder schenke sie dem kühlen Abendwind
der dann dem Vogelschweigen
eine Stimme gibt
damit man hört
worüber man nicht sprechen kann
 

Bericht der Lise Meitner Gesamtschule über Teilnahme ihrer Schüler*Innen an der Essener Jugendanthologie 'Vom Wachsen und Werden'

Schülerinnen gewinnen Schreibwettbewerb - Texte in Buch veröffentlicht

LMG - Ruhrtalente (lise-meitner-gesamtschule.de)

Mehrere hundert Kinder und Jugendliche haben in diesem Jahr an der Ausschreibung der 18. Essener Jugendanthologie teilgenommen.
Kindern und Jugendliche im Ruhrgebiet setzen sich mit dem Heranwachsen in einer gesellschaftlichen Situation, die durch massive Krisen gekennzeichnet ist (Corona, Ukraine-Krieg, Klimawandel etc.) auseinander.

„Von Ebenen, Tälern und Gebirgen“ – Lesung mit Erich Pfefferlen und Kristiane Kondrat am Dienstag, 23. Mai 2023, Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg

; Beginn um 18 Uhr. Tramlinie 3 ab Augsburger Hbf in Richtung Königsbrunn bis Haltestelle Bukowina-Institut/PCI.


Die deutschrumänische Schriftstellerin Kristiane Kondrat liest Kurzprosa und Gedichte, bei denen Landschaften und Orte ihrer Kindheit im Banater Bergland wieder sichtbar werden, auch atmosphärisch, wie es sie so nicht mehr gibt.

Inga Hagemann mit ihrem Debut-Lyrikband 'Vera' - Premiere am 1. Juni um 19.00 Uhr im Gulfhaus Vechta

Mutig, ich
Lass mich nun
Die Münder küssen
Die ich schon ewig küssen wollte
Und lang verstummte Worte sagen
Obwohl ich eigentlich nicht sollte
Nichts mehr vertagen
In einem Leben
Das bloß ein Augenblick

Von uns bleibt nichts
Außer jetzt


Wir sind die Namen, die wir einander geben. Wir sind diejenigen, die wir ineinander sehen.
Projektionen unserer Mitmenschen, Mitmenschen, Mit-einander-Menschen.
 „Vera“ erzählt – in Gedichten, prosaischen Fragmenten und Kurzgeschichten.

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