Ausknipsen
Marlies Kalbhenn
Ausknipsen müsste man’s können, das Denken,
vor allem des Nachts, ja: vor allem dann.
Da man es nicht kann, die Gedanken lenken
auf Gutes, das war und das wird – irgendwann.
Doch leider gelingt auch das Lenken nicht immer.
So wälzt man im Bett sich und grübelt und grübelt,
ob’s besser bald wird – oder immer noch schlimmer?
Der Schlaf, unser Freund einst, das Grübeln verübelt.
Er kommt, wenn er kommt, zu spät, geht zu früh,
macht häufige, immer längere Pausen.