Allgemeine News

Das Gedicht und ich (Arbeitstitel) - Lyrikergruppe mit einer Anthologie über die Bedeutung des Gedichts für den einzelnen Autoren/ die einzelne Autorin

In den letzten Wochen arbeitete die Lyrikergruppe im Geest-Verlag mit Thomas Bartsch, Frank M. Fischer, Holger Kühls, Rieke Siemon, Sigune Schnabel, Artur Nickel und Hans-Hermann Mahnken an einer Anthologie, in der jeder der Mitwirkenden seine individuelle Bedeutung des Gedichts formuliert. Dabei werden verschiedene literarische Formen formuliert, verschiende Vorgehensweisen eingeschlagen. Die Anthologie neigt nun der Fertigstellung entgegen. Ein Buch, das wahrscheinlich für jeden Lyrik Schreibenden interessant ist.

 

Longlist der 83 Autor*innen für den 7. Vechtaer Jugendliteraturpreis - erstes Jury-Urteil bereits eingegangen



Nachstehende Autor*innen haben es geschafft auf die longlist des 7. Vechtar Jugendliteraturwettbewerbs zu kommen. Unter Ihnen wird entschieden , wer in die Anthologie kommt, wer unter die zehn Preisträger kommt.

Die Preisverleihung findet m 19. Dezember um 18.00 Uhr im Rathaus Vechta statt. Dazu wird gesondert eingeladen.

Manfred Schwab - Poetologische Studie


Poetologische Studie

Der Stein den ich fand spricht
eine geheime Zeichensprache
aus Farben Formen
grafischen Strukturen
Schön und kühl ist er
viel kühler als
meine Körpertemperatur

Der Stein in meiner Hand
wiegt leicht
leichter vielleicht
als jenes aufbegehrende Gedicht
mit dem ich einst in Kinderlaune
alle Scheiben der Stadt
einwerfen wollte
nur so als Denkanstoß

Sigune Schnabel - Am Ende der Geschichte steht ein vertrocknetes Blatt


Am Ende der Geschichte steht
ein vertrocknetes Blatt

Deine Liebe ist schon geschrieben, in fünf Kapiteln
verschwindet die Sonne hinterm Horizont.
Bei Nacht sind deine Augen anders,
ihre Funken vergiften die Erde.
Die Stille ist viel größer
als die harte Haut unseres Vater-
landes, ich verband die Risse mit Hügeln und Bergen.

Die Liebe ist schon von der Zunge gerutscht.
Durch Dörfer und Städte zieht sie,
ohne einen Menschen zu finden.
Hinter dem Fluss sucht sie weiter.

Jenny Schon - Abendgespräch

Abendgespräch

Es wird keiner
Mehr auf der bank sitzen
Umrankt von rotleuchtend
Wildem wein
Im abendlicht
Langwellig verschwindend
Hinter den jasminhecken

Ich werde nicht mehr
Klagen können über
Die trübnis die das
Morgen verspricht
Wenn ich nicht mehr
Bin im fenster
Gegenüber

Alles sein ist
Nur durch meinen
Blick ich bin das
Auge in die seele
Des vergangenen
Unberührt von
Den dingen(

 

(aus ihrem neuen Band: BaumGespräche)
 

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