Sönke Zander - Wer waren die größten Entdecker

Wer waren die größten Entdecker?

 

 

War es Christoph Columbus,

der auf der Basis der abenteuerlichen Theorie

von der Kugelgestalt der Erde

das Reichtum verheißende Indien

durch die Überquerung des ungeheuren Atlantiks

erreichen wollte und es niemals fand,

stattdessen aber die beiden Amerikas?

 

Waren es der übel beleumundete Wikinger Erik der Rote,

der die riesige Insel Grönland besiedeln wollte,

und dessen Sohn Leif, der vermutlich als erster Europäer

amerikanischen Boden betrat?

 

Waren es nicht doch die Polynesier,

die auf ihren fragilen Zweirumpfbooten

den schier endlosen Pazifik erkundeten und dabei

Insel um Insel – und manche von ihnen Tausende

Meilen entfernt – entdeckten und sogar

wieder zurückfanden zu ihrer Heimatinsel,

um dort von ihren Entdeckungen zu berichten?

 

 

Im Grunde aber gebührt der Ruhm dem ersten

Menschen, der das ungeheure Wagnis begann,

im Reitsitz auf einem Baumstamm

mit den Händen oder einem Ast als Paddel

ein Stück Wasser zu überqueren, um

das andere Ufer eines breiten Flusses

oder eine verlockende Insel

zu erreichen.

 

Was übrigens alle diese Entdeckungen

für die entdeckten Gestade und die Gebiete

dahinter und für deren Bewohner bedeuteten,

das ist ein ganz anderes Thema.