Wenn selbst der Platikbaum stirbt - Gedichte (im Endlektorat) / 14 Lyriker im Dialog / Geleitwort von Prof. Dr. Herbert Zucchi
Wenn selbst der
Plastikbaum stirbt
Gedichte
Mit Beiträgen von
Thomas Bartsch
Frank M. Fischer
Holger Küls
Hans-Hermann Mahnken
Artur Nickel
Sigune Schnabel
Rieke Siemon
im Dialog mit
Miriam Bornewasser
Thalia-Anna Hampf
Anna Hackstedt
Ulrike Marie Hille
Philipp Létranger
Eda Muslubaş
Amanda Wurm
Mit einer Einleitung von Prof. Dr. Herbert Zucchi
Herausgegeben von Alfred Büngen
Geest-Verlag 2026
Geleitwort
Die Erde ist gesegnet mit einer wunderbaren und wundersamen Natur, zu der die Vielfalt von Lebensräumen und etliche Millionen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten gehören – wir wissen nicht, wieviele es letztlich sind. Diese Natur ermöglicht es uns Menschen, von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter beglückende Begegnungen und Erlebnisse zu haben, die zu einer großen Liebe der Welt gegenüber führen können, uns aber auch eine gewaltige Verantwortung für ihre Bewahrung abverlangen. Verantwortung auch dafür, unseren Nachkommen diese Erde möglichst unversehrt zu hinterlassen. Dem werden wir nicht gerecht, wie die andere, die dunkle Seite mit dem verhängnisvollen Wirken von Homo sapiens (?) der Natur gegenüber zeigt: Übernutzung und komplette Zerstörung von Lebensräumen, Gefährdung oder gar Ausrottung zahlreicher Arten, Überschwemmung der Erde mit Giftstoffen, Überdüngung von Land-, Süß-wasser- und Meereslebensräumen, Plastiküberfrachtung, Massentierhaltung und andere Phänomene führen uns dies deutlich vor Augen. Vieles bleibt nur noch in der digitalen Welt sichtbar, die gleichzeitig ein weiterer Bedrohungsfaktor ist.
Das alles findet sich in den Texten der Autorinnen und Autoren in starker Bildhaftigkeit und von Stimmungen und Gefühlen durchdrungen wieder: In Schönheit, Faszination, Kritik, Düsternis, Verlust und Schmerz. Lyrik eben in unterschiedlicher, in vielfältiger Form. Berührend, erschreckend, aufwühlend, aufregend, anregend.
Osnabrück, im März 2026 Prof. Dr. Herbert Zucchi