Gedicht des Tages

joachim schlichte - können lügen lügen (gedicht des Tages am 14. Dezember)

können lügen lügen
oder
vom tod der mücken .

die digitalisierte rosette im giebel
eben doch keine kirchen fassade
gemeines volk glaubt dieses – jenes

alle sind wir drauf rein gefallen
wussten keine antwort
blieben rein

im greifen nach unseren mund tüchern
um sie zu er schlagen auf den torten
in uns auf der anderen straßenseite

mittenmang das giebelkreuz
am fenster

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Elisabeth Lichter - Zwischenlicht (Gedicht des Tages am 13. Dezember)

Zwischenlicht

Im dichten Gesträuch
überwältigt Sonne am Abend
das harte Grün
wie entzündet das Leuchten
auf schmalem Blatt
eine neue Schöpfung die Weide

Ein Schatten zieht die Wolke
dunkle Äste bleiben

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Lisa F. Oesterheld- Zimmer nach vorn - Gedicht des Tages am 11. Dezember 2010

Zimmer nach vorn

Stimmen
spielender Kinder
schwimmen
ins Zimmer

Welcher Erfinder
hat diesen Schimmer
aus Inbrunst
und Spielkunst

ersonnen?
ein Flirren aus Licht
wie tausend Sonnen…
….doch die schreien juchzen jubeln brüllen singen nicht!

Lisa F. Oesterheld

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Melanie Michels - Ein kleines Mädchen (Gedicht des Tages am 6.12.)

Ein kleines Mädchen

macht kleine Schritte
fällt und weint
steht auf
lernt zu laufen

greift nach der Sonne
verbrennt sich die Finger
kühlt sie im Wasser
fällt hinein
hört auf zu atmen
lernt schwimmen

kriecht ans Ufer
läuft auf dem Boden
durch Scherben
wäscht das Blut ab
mit Wasser
fällt hinein
und ertrinkt

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