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An diesem Samstag, 17. September startet das Schreib- und Buchprojekt '900 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Westerstede' mit einem Schreibtag im Pfarrheim

Schreib- und Buchprojekt mit der Ev. Kirchengemeinde Westerstede zum 900. Geburtstag
Zielrichtung
Menschen aller Generationen dürfen Geschichten, Gedichte, Briefe etc. schreiben, über Momente, besondere Begegnungen oder Erlebnisse, die sie mit Kirche, dem Bauwerk und Menschen in der Gemeinde gegenwärtig oder in der Erinnerung verbinden. Diese vielfältigen Texte möchten wir zusammenfassen und als Spiegel des Lebens in und um Westerstede in ein oder zwei Büchern zum Jubiläum veröffentlichen.

Katarina Klein, Un-Willkommen




Brechende Einsamkeit
auf asphaltierten Straßen des Vertrauens
Du warst ein Mörder, Verbrecher und Bandit
Ohne Anstand und Moral
kamst du barfuß in das Land marschiert
Erschütternde Wogen sanfter Hoffnung
überschlugen sich in Wellen der Verachtung.

Eine Allergie auf Andersartigkeit
ist der Anfang jener Krankheit
die Hass als Leitsymptom erfährt
Kanonenkugeln stupider Gesellschaft
durchbrachen deine Mauer
zwischen erschöpften Leib und kranker Seele
die leise wimmernd nur um Hilfe bat

Frank Huvermann, Tu was!


Frank Huvermann, Witten
Tu was!

1.    Kennst ihn gut den alten Tresen,
deinen Freund im Pub „Go West“.
Außer Spesen nichts gewesen,
manchmal gibt er dir den Rest.
Mancher Drink durch deine Kehle
kippt gern graue Zellen zu.
Manches Wort von deiner Seele
ist besoffen, so wie du.
Siehst beim Käse nur die Löcher
und die sind schon ziemlich groß.
Schales Bier in einem Becher,
sonst ist oft bei dir nichts los.

Tu was! Mach was! Du verpasst was!
Schmeiß den Loser aus dem Haus!

Hilga Höfkens, Türen

Hilga Höfkens, Mettmann
Türen

Ich stehe vor dieser Tür, hinter der über das Schicksal ent-schieden wird, unser Schicksal.
Ich stand drinnen, hinter meiner Zimmertür, als die Boko Haram in unser Haus kamen, und ich hörte meine Schwester schrei¬en.
Als alles wieder still war, trat ich durch die Tür und sah das Blut auf dem Boden. Meine Schwester war fort.

Ich stehe vor dieser Tür, im Arm ein Kind, das ich nicht geboren habe.

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