Allgemeine News

Gerd Meyer-Anaya - rechtsruck (antirassimusaktion - Vor allem anderen bin ich Mensch)

rechtsdruck

ist hans wurst auf allen straßen
firle franz auf listenplatz
steht ein tor vor jedem tore
macht der pöbel gern rabatz
kommt es schnell  zur flüchtlingshatz

stechen unter jetzt die ober
und die buben gar die damen
wird noch recht mit rechts verwechselt
kommt faschismus zu dem namen
vieles fällt dann aus dem rahmen

unterwegs die gassenhauer
und mit ihnen niederschläger
weiterhin die sturmabteilung
und die baseballschlägerträger
außerdem die feuerleger

Susanne Brandt - Du und Ich (Antirassismusaktion 'Vor allem anderen bin ich Mensch')

Du und ich


Durch liebende Eltern
sind wir zur Welt gekommen:
du in Ghazni, ich in Hamburg

In vertrauten Sprachen
denken wir über das Leben nach:
du in Farsi, ich in Deutsch

Auf langen Reisen
haben wir viel erlebt:
du viel Angst, ich viel Freude

Im Glauben wachsen wir
aus den Wurzeln des Friedens:
du als Moslem, ich als Christin

Diesen Frieden
versuchen wir weiterzugeben:
Du heute an zwei andere, ich heute an zwei andere,

Markus Dosch, eines der Gründungsmitglieder des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt verstorben

Markus Dosch wird 1931 in Allach, einem Dorf vor München geboren. Seine Kindheit und Jugend sind durch die nationalsozialistische Herrschaft geprägt, der er durch die Lektüre von Märchenbüchern, Werken von Karl May und Abenteuerheften wie Rolf Torring, Sun Koh u.a. zu entfliehen versucht.

Spannendes Interview mit Nicoleta Craita Ten'o am gestrigen Montag

Ungewöhnlich und wirklich eine Wohltat - mit viel Muße und Zeit gab es gestern ein Interview mit Nicoleta Craita Ten'o mit einer Redakteurin des Weserkuriers aus Bremen. Die Bedeutung des Schreibens für eine stumme Autorin, die Gründe für das Thema ihres neuen Romans, ihr Verhältnis zu Menschen und zum Publikum. Nicoleta notierte Antworten, spielte zwischendurch auf dem Klavier. Man merkte, hier ist jemand, der keinen Sensationsbericht schreiben möchte, sondern versucht, den Menschen zu verstehen und in seinem Sein vorzustellen. Heute kommt noch der Fotograf des Weserkuriers.

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