Jeden Tag können wir uns erfreuen an einfach tollen Einsendungen zum Wettbewerb für Menschen mit Behinderungen. Ergreifende, wundervoll poetische, zum Teil unfassbare Beiträge in Prosa- oder Lyrikform. Schon jetzt sind gut 800 Seiten an Lesestoff für die Jury von Autoren aus allen Regionen der Bundesrepublik eingegangen. Wir hoffen, dass wir alle Autoren schon erwischt haben mit der Bestätigung des Eingangs der Zusendung. Schon jetzt überschreitet die Teilnehmerzahl die Anzahl der Mitwirkenden vom vergangenen Jahr.
Dein Gesang verstummt hinter verzweigten Menschenströmen. An ihrem Ufer bin ich fremder Gast, trinke ich kalt gewordene Erinnerung.
Du wartest auf ein Schiff, das übersetzt; ich wate durch den Großstadtsumpf und jage Stunden. Gefiedert ist ihr Bauch und weiß, dass sie zu schade sind für meine Hände. Noch einmal wende ich mich um und winde mich. Ich binde Reben um mein Wort; ich gehe fort aus dem verwickelten Gelände.
Mit einem Knacken bricht am Abend abgenutzte Zeit.
Geranien blühen auf der Fensterbank, auf den Kommoden liegen Spitzendecken, und Puppen starren leer aus allen Ecken auf alte Kinderfotos auf dem Schrank.
Und immer fühlt sich Vati wie ein Gast im eignen, abbezahlten Haus mit Garten, in dem auf kurzem Rasen Zwerge warten. Worauf, ist ihm schon lang egal. Die Last
der unerfüllten Jahre wiegt zu schwer. Er geht zum Liegestuhl und legt sich hin, erträumt sich dann die dicke Nachbarin,
Getauscht haben gestern julian Hülsemann und Alfred Büngen ihre Rollen bei Farbwechsel. Julian Hülsemann, Leiter von Partnerschaft für Demokratie, Vechta, nimmt sonst mit der Kamera auf, Alfred Büngen moderiert. Gestern befragte Julian Hülsemann als Moderator Verlagsleiter Alfred Büngen, entlockte ihm sogar eine eigene literarische Lesung (Brotreste). Vor allem ging es in dem Gespräch um die Bedeutung des Kulturellen/Literarischen für den demokrakrischen Prozess. Ein wirklich gelungenes Gespräch, dass im kommendne Jahr seine Fortsetzung erfährt.