Allgemeine News

Norbert Büttner - Wahrheit

WAHRHEIT ...


Mit seinen Gedanken bekam er 
keinen Nagel in die Wand, 
doch er konnte mit ihnen 
einen Menschen kreuzigen.

Dichter sind Hebammen. Sie holen 
die ungeborenen Worte auf die Welt. 

Die Hölle ist ein wüstes Paradies.

In manchen Menschen ist der Verstand 
der Spionagesatellit 
einer unbekannten Macht.

Ich wohne in den Träumen, 
die mich als Mieter angenommen haben.

Fast jeder Mensch ist 
eine ungenutzte Chance.

Miriam Bornewasser - Ende


Ende

Bertolt Brecht
„Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin.“


Ein ganz normaler Tag
und dann

Was wenn die Welt gerade untergeht?
Wenn sie eigentlich schon untergegangen ist?
Wenn die Sonne explodiert ist
und wir ihr erst in acht Minuten folgen?
Die andere Seite der Erde ausgelöscht,
aber noch sind wir im Gleichgewicht
Nukleare Verseuchung
ist erst im Nachbarland
Ein Erdbeben zerreißt alle Straßen
aber noch muss es sich durch die Erdschichten kämpfen

Markus Fegers mit seiner musikalischen Frühjahrslesung-Tour im März/April 'Zwischen Karneval und Ostern'

Auch in diesem Jahr gestaltet Markus Fegers wieder mit seiner Klarinette eine musikalische Frühjahrslesung „Zwischen Karneval und Ostern“.

Neben neuen eigenen Texten werden in einer unterhaltsamen Dreiviertelstunde Gedichte von Wilhelm Busch und Mascha Kaléko, von Josef Guggenmos, Heinz Erhardt und anderen vorgetragen, eingerahmt durch Musical-Melodien zum Zuhören und bekannte Frühlingslieder zum Mitsingen.

Clifford J. Middleton mit einer Rezension zu Sybille Fritsch 'Anders,'

Lyrisch - politisch oder  politisch – lyrisch?

„In meiner Lyrik spielte die Politik bisher keine tragende Rolle.“Sybille Fritsch Anderes , Politische Lyrik Geest-Verlag 2025 S.5. Die neueste Sammlung von Sybille Fritsch ist tat- sächlich für sie selbst und für ihre Leserschaft thematisch und stilistisch Neuland. Fritschs Gefühl „- Je weiter ich schrieb, desto mehr haben sich mir die Gedichte aufgedrängt, die in diesem Band zusammengefasst … werden“(ebenda S.5) und auch Rilkes Empfindung, „Es schreibt mich“ (19.05.1924) können alle Lyriker/innen nachvollziehen.

Seiten