Spöttisch wirft die Sonne das Gitter auf mein Buch. Die Stäbe stehen zwischen den Zeilen.
Jeder Vogel sagt, er singe nicht für mich. Auf die Wände, die verzeichneten, malt das Gitter schwarze Streifen. Und nachts manchmal kommt der Mond – ein bleiches Kalb.
Worte, Seiten, Lügen, Trug: Geschmückte Grenzpfähle verzagender Gedanken. Hastig lege ich die Stunden ab. Doch kehrt Heute morgen als Gestern zurück.
Eugen Roth
Merely Human / Menschlich
Deutsch / Englisch.
Verses translated by Christoph Ottinger
Mit einem Vorwort von Thomas Roth
Vechta-Langförden, Geest-Verlag, 2011/3
ISBN 3-937844-92-9
10 Euro
Mir scheint, als sei es gestern gewesen, als ich noch wusste, wie mein Morgen aussehen würde, denn in dir hatte ich mein Morgen gefunden.
Jeden Abend schlief ich in deinen Armen ein und freute mich täglich auf den Morgen, an dem ich erneut in ihnen aufwachen würde.
Deine so unerschütterliche Liebe und Geborgenheit ließ mich mit Freude und Sicherheit in den nächsten Tag gehen ich wusste, deine Hand würde meine niemals loslassen.