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Nina Tröger, Irgendwo da draußen sind noch Menschen

Nina Tröger, Hamburg
Irgendwo da draußen sind noch Menschen

es fühlt sich nur nicht so an
ich sitze doch nur in der U-Bahn
wireless connected
Fenster
wischen
am Fenster
vorbei
pop
pop
pop
pop up
stiere durch verregnete Scheiben in fremde Räume
Snapshots auf meinem Display
los, gib Zunder
ich bin ein Voyeur
feed me
wischen
virtuelle Unterwelt
opfere mich dem Dis Pater
in nacktem Gewand
wischen
ich bin nicht böse
nur gefällig
gebe mich preis

Christoph Katz - Angekommen?

Angekommen?


Schwer hängt am Himmel ein Plumeau
von grauer Farbe. Und die Luft ist kalt.
Man sitzt im Warmen und ist froh,
dass man dort sitzen kann. Wohl bald

zerreißt das Federbett und große Flocken
fall’n lautlos, so wie Gänsedaunen.
Die Leute laufen wie auf Socken.
Wer klein ist, darf mal wieder staunen:

So strahlend weiß ist die Natur,
als wär sie gerade frisch geboren.
Doch bleibt es weiß für Stunden nur.
Die Schönheit geht so schnell verloren!

Nur in den Versen halt ich sie.

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