Allgemeine News

Marlies Kalbhenn gewinnt den Lyrikpreis der KünstlerGilde e.V. und liest am heutigen Sonntag, dem 24. März in Esslingen

Gewinner*innen Literatur-Preise 2024

Es ist soweit – die Gewinner*innen der beiden Literatur-Preise 2024 der KünstlerGilde e.V. stehen fest! Die Jury der Gilde hat gewählt:

Lyrik-Preis

Platz 1: Marlies Kalbhenn
Platz 2: Andreas Knapp
Platz 3: Robert Berrer

Markus Fegers mit seinem Programm „Von Winter und Frühling“ und der Klarinette am 4.4. um 15.30 Uhr im Wintergarten des Theresienheims in Viersen-Dülken

Am 04.04.24 gestaltet Markus Fegers ab 15.30 Uhr im Wintergarten des Theresienheims (Theresienstr. 3, 41751 Viersen-Dülken) mit seinem Programm „Von Winter und Frühling“ und der Klarinette eine musikalische Lesung. Neben Gedichten und amüsanten Alltagsgeschichten werden Songs und Frühlingslieder zum Zuhören und Mitsingen vorgetragen.

Sigune Schnabel - Leg mir Vogelworte ins Gefieder

Leg mir Vogelworte ins Gefieder

Bevor der Abend kommt,
streife ich die Lippen ab und stülpe
einen Möwenschnabel über.

Dreimal werde ich schreien
gegen den Strom,
das Haar zu Federn binden.

Ein weißes Flirren soll ich atmen,
reisen bis zum Taupunkt der Träume.
Sie tropfen in rissige Räume.
Meine Flügel sind dicht gewachsen.
Ich trage eine Wortlandschaft im Bauch
mit Bergen und moosgrünen Wegen.
Grollen wird sie,
sich drehen
im Takt der Erde.

Frank M. Fischer - Tränen und Traum (für Seamus Heany)

Tränen und Traum
 (für Seamus Heany)

Die Erinnerung kam in Böen über die Felder
Als die Gatter auf den Weiden zuschlugen
Duckte sich das Gras zu Boden und harrte aus
Die Mähnen der Pferde zerrten im Wind
Bäume berauschten sich am Angriff
                     aus der Luft
Das Geäst knirschte unwillig im Widerstand
Gegen eine magische Gewalt die niemand
Hatte kommen sehen
                     wohl aber Anzeichen
Einer umfassenden Turbulenz
                     einen Sog
                     der Ereignisse

Nahed Al Essa - Das Warten

Das Warten

Bei jedem Warten denke ich immer wieder daran.
Wie viele Male die Blätter der Bäume sich gefärbt ha-ben.
Wie lange blieb das Obst reif und wartete auf eine Hand, die es vom Runterfallen retten konnte oder ge-rettet hat.
Wie groß sie geworden sind – wie viele neue Zentime-ter sie zugenommen haben.
Das Warten hat auch meine Haare zu grau gefärbt. Wo-bei es immer noch Frühling ist.

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