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Geht in Arbeit - Texte junger Menschen gegen rechts - Dann denkt mal, Denkmale! Mama, Papa - Danke, dass ich kein Nazi bin!

Die jugendlichen Mitglieder der Schreibwerkstatt des Gymnasiums Antonianum und Mitschüler*innen haben eine Vielzahl von Texten gegen Faschismus und rechte Gewalt geschrieben. Diese Texte werden nun gesammelt und in einem Buch zusammengefasst. Darin sind auch Texte enthalten, die anlässlich eines Aufenthalts in der Gedenkstätte Ravensbrück (ehemaliges Jugendlager und Frauen KZ) entstanden und in einem Schul-Schreibworkshop entstanden sind.

Anna Hackstedt - nichts

Anna Hackstedt
nichts

„wir teilen!”, sagte sie.
was ich empfand: nichts.
früher vielleicht,
da wäre ich dankbar gewesen,
hätte den Zusammenhalt gespürt,
hätte gelächelt.
aber heute?
heute empfand ich nichts.
bin wie leer,
habe keine Hoffnung mehr.
habe alles aufgegeben,
als mir meine 20 kg genommen wurden.
“wir teilen!”, sagte sie.
aber was haben wir denn noch?

 

(während des Aufenthalts in der Gedenkstätte Ravensbrück geschrieben)

Dora Drescher - Sieg

Dora Drescher
Sieg

Zerbrochen, gemahlen, gestanden
auf Knien.
Sieh mich an. Sieh mir in die Augen. Geflüs-terte Laute
Wahrheit, so schnell verloren. Es reicht
ein Schrei.
Zähne. Spitz
es sind zwei.
Ich bin allein,
auf dieser Welt
kann nur einer überleben.
Wer entflieht?
Wer bekommt?
Wer verschwendet Tränen
für diese Utopie
bin ich bereit zu töten.
Zu Siegen um
Du
Verlierst.
Du stehst, Kopf hoch, Messer im Mund eine Waffe in der Hand
und merkst nicht

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