ANDY WIRSZ, FÜRTH Ausschreibung „Bittersüße Wirklichkeit“
Ich bin ein Mensch mit Behinderung, glaube ich. Davor war ich „behindert“, „gehandicapt“ oder einfach nur „ein Krüppel“. Früher war ich tabu, eine Bürde der Gesellschaft und bemitlei-denswert. Heute werde ich übersehen. Wir dürfen kein Geld sparen, solange der Staat für uns zahlt. Aber wir sollen ja dankbar dafür sein. In einer Behindertenwerkstatt verdienen wir nicht einmal den Mindestlohn, aber wir sollen froh sein, dass wir etwas zu tun bekommen. Wir dürfen existieren, aber nicht leben.
Bis Mitte der Woche bleibt unserer Drucker wegen eines defekten Plastikteils (Hersteller wissen, wo ihre Maschinen defekt werden) leider außer Betrieb. Danach wird trotz Umzugs doppelt schnell gedruckt, es sind ja zum Glück noch schulische Herbstferien.