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Sigune Schnabel - Gedränge

Gedränge

Dein Gesang verstummt hinter
verzweigten Menschenströmen.
An ihrem Ufer bin ich fremder Gast,
trinke ich kalt gewordene Erinnerung.

Du wartest auf ein Schiff,
das übersetzt; ich wate
durch den Großstadtsumpf
und jage Stunden.
Gefiedert ist ihr Bauch und weiß,
dass sie zu schade sind
für meine Hände.
Noch einmal wende ich
mich um und winde mich.
Ich binde Reben um mein Wort;
ich gehe fort aus dem
verwickelten Gelände.

Mit einem Knacken bricht am Abend
abgenutzte Zeit.

Cordula Scheel mit neuem Gedichtband 'Am Ufer wohnen' in Arbeit

Einen neuen Gedichtband stellt im Moment unsere Autorin Cordula Schell zusammen, der in Kürze erscheinen soll. Titel: Am Ufer wohnen. Mario Andreotti hat ein Vorwort, Arno Surminski ein Nachwort zugesagt. Wir freuen uns sehr.

Cordula Scheel


Aufwind

Barfuß über Stoppelfelder
längst ohne Holzpantinen
schneller immer schneller
sonst stürzt er ab
mein Drache
ich löse die Nabelschnur
mein Herz hüpft
wie der Wind
steigen wir auf

Wir sind lesenswert - Sigune Schnabel gehört zu den vier Finalist*innen des Wettbewerbs vom Literaturhaus Graz - Finale am 10. September

 

wir sind lesenswert

ein wettbewerb für literatur

Zu den vier eingeladenen Finalist*innen des Wettbewerbs des Literaturhauses Graz gehört Sigune Schnabel. am 10. September wird sie beim Lesefest in Graz ihre Texte in der Finalrunde vorstellen

 

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