Gedicht des Tages

Gerhard Rombach mit der Übersetzung von Bruno K. Oijer : Der Gesang

Bruno K. Oijer (übersetzt von Gerhard Rombach)
Der Gesang

 

Ein Gedicht des zur Zeit erfolgreichsten schwedischen

Lyrikers Bruno K. Öijer, geboren am 26. November 1956

Mit seiner Erlaubnis hat Gerhard Rombach das Gedicht

Das Gedicht  entstammt seinem 2008 veröffentlichen Lyrikband

"Svart som silver" ISBN 978-91-46-21899-9

 

 

Der Gesang  von Bruno K. Öijer (in der Übersetzung von Gerhard Rombach)

 

Der Sturzregen hatte nachgelassen

trommelte nicht mehr gegen die Fensterläden

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Karin Flörsheim: Diese Welt 1 (Gedicht des Tages)

DIESE WELT 1

Diese Welt
Voller Wunder
Voller Wunden
Wohin man schaut
Zerrissenheit
Schönheit und
Schmerzlicher Eingriff
In all das
Was entsteht

Die Einheit
Wurde nicht erdacht
Von dieser Schöpfung
Eins ist nur
Der Ewige

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Autor: 

Buch: 

Dieter Wöhrle - Ein U-Bahnwagen spricht (Gedicht des Tages)

Ein U-Bahnwagen spricht

Eingespannt in diesen Schlangenzug,
fahr´ ich täglich auf der Linie sieben.
Manchmal hab´ von alldem ich genug,
fühl´ mich müde, hin und her getrieben.

Randbezirke, dann die Innenstadt.
Start in Spandau, immer Richtung Rudow.
Hermannplatz: Hier fress´ ich mich mal satt
an Gerlinde, Murat, Cem und Udo.

Schlinge Menschenmassen in mich rein,
spuck´ sie wieder aus und brause weiter.
Mir egal, wer wütend, wer allein,
wer verzweifelt ist, wer glücklich, heiter.

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Wolfgang Buchhorn - Lebensbühne (Gedicht des Tages)

 

 

Lebensbühne

Das Leben ist
Premiere
Auch mit Applaus
Gibt es keine
Zweite Vorstellung

Das Leben
Ist der Ernstfall
Ohne Probe
Ohne Schminke
Ohne Schlussapplaus

Das Leben
Will leben
Inmitten von Tod
Und Leben
Und Tod
Und
Endlos
Und immer nur
Als Premiere

Der Vorhang
Fällt
Später –
Bei Stromausfall
Endgültig

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Autor: 

Buch: 

Marianne Pumb - Ausgegangen (Gedicht des Tages)

Ausgegangen

Ich möchte ausgegangen werden
Doch wohin
Wie wird das sein dort oben
Oder nichts

Mein Leib mein Leben
Will ertötet werden
Doch ach beileibe nicht
Ich will leibhaftig sein

Und bin ich auch beleibt
Leibeigen noch dazu
Von meiner Kümmernis  
Ich möchte Ruhe finden

Möcht rastend mich erquicken
Trübseligkeit leb’ wohl
Und Not um mich herum
Lebt ab, lasst mich allein

Ich will lebendig sein

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