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Maja Loewe -Dazwischenorte

Dazwischenorte


In Fußlängen

Das Augenlichtspielhaus
kartografiert
Bäume an den Weg

Häuser
die Heimat spucken

Aus den Töpfen
riecht es sauer

Ein Mädchen hängt Wäsche
kleine Strümpfe
und große

In Dunkelhöfen rufen Hunde
nach Freiheit

Die Köpfe der Alten
wackeln spröde
am Zaun

Bernsteinstraßen
die eigene Jahre atmen

Die Träume gehören
den Barfußkindern

Sie wachsen auf Feldern
und drehen Murmeln
im Heumond

Lesehinweis: U.a. Markus Fegers und Sigune Schnabel in der neuen 'zugetextet.com' mit Texten vertreten

hier ein kurzer Hinweis & Lesetipp: In der aktuellen Doppelnummer 13/14-2022 (Printversion) des Feuilletons „zugetextet.com“ erscheint zum Thema „Ichsucht versus Übernächstenliebe“ neben zahlreichen anderen Texten (etwa mehreren der wunderbaren Gedichte von Sigune) mit „Anatomie“ auch eine der neuen Stories von Markus Fegers.

Buchhandelsumsätze - fast noch immer 10% unter den Umsätzen von 2019

Die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt bewegten sich im August 2022 zusammen 1,7 Prozent unter denen des Vorjahresmonats. Damit fällt das Minus zumindest kleiner aus als in den drei Vormonaten als es sich jeweils zwischen rund 6 und 9 Prozent bewegte. Für die ersten acht Monate des Jahres 2022 ergibt sich kumuliert nun ein Umsatzminus von 1,0 Prozent im Vergleich zum (vom mehrmonatigen Frühjahrs-Lockdown geprägten) Vorjahreszeitraum.

KATHARINA BROICH, Ich lebe

KATHARINA BROICH, GREVENBROICH
Ich lebe.

Nicht wirklich.
Immer die gleichen Quadratmeter, immer die gleiche Welt.
Eine Aussicht, vier Jahreszeiten.
Ich lebe.

Wenig geschieht, wenig passiert.
Blauer Himmel, grauer Himmel.
Die Wand, ein tristes Gegenüber.
Kann nicht raus, nicht aus mir, nicht aus dem Haus.
Zeit rinnt. Zäh.
Die Tage wie Kaugummi.

Ich lebe.
In meiner Innenwelt.
Die Draußenwelt zieht ungesehen vorbei.
Selten habe ich teil.
Kleines Glück: die Meisen im Garten.

ANKE AMES, Ich weine einen Fluss für dich

ANKE AMES, DORTMUND
Ich weine einen Fluss für dich
Für Barbara Brandt

Februarwärts wächst Ginster.
Königin, dein Haar glänzt in
Der Sonne.
Die Mahlzeit des Hundes gekocht.
Nicht, nicht essen.
Bitte sterben.
Überall flüstert dein Mund:
Bitte sterben.
Ich schnappe es auf, eine Nachricht
Von großer Dringlichkeit.
Der Hund bekommt Schuhe.
Rot wie der Mond und die Kirschen.

Erfinden wir.
Erfinden wir einen Abschied,
Der war wie immer.
Ozon und kosmisches Licht.

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