Allgemeine News

Georg Heym -Der Krieg

Viele Autoren sind sprachlos angesichts der Situation in der Ukraine, fassungslos über die Gewalt des russischen Despoten, der offensichtlich jeden Moment humanen Denkens verloren hat. Wichtig ist es, wenn einem die eigenen Worte in dieser Situation nicht kommen wollen, auf Worte anderer zurückzugreifen. Hans-Hermann Mahnken macht zum Beispiel auf Georg Heym und sein Gedicht 'Der Krieg' aufmerksam. Danke dafür.

 

NWZ mit Bericht über das neue Buch von Sönke Zander - Achtung: Lyrik mit Schwindelgefahr

Achtung: Lyrik mit Schwindelgefahr

Angelika Pauly - Emil kämpft

Angelika Pauly

Emil kämpft
„Du, was ist eigentlich Krieg?“, wollte Jonathan, Emils Teddybär, wissen, als er einige Tage später gemütlich in Emils Arm im Kinderbett lag. Emil war schon fast eingeschlafen und murmelte: „Weiß ich nicht, musst du Mama fragen.“
„Das ist deine Mama, mich versteht sie doch nicht. Dann frag sie doch mal“, antwortete Teddy.
„Mach ich morgen“, gähnte Emil und schlief ein.
„Du, Mama, was ist eigentlich Krieg?“, fragte Emil am nächsten Morgen Frühstück seine Mutter.

Dieter Krenz - Zum Krieg in der Ukraine

Zum Krieg in der Ukraine

Ich sage deinen Namen nicht!
Nein!
Ich spreche ihn nicht aus!

Du hast so viel erzählt,
Bilder einer wunderbaren Zukunft gemalt.
Viele haben dir geglaubt.
Es ist nicht ihre Schuld,
weil Menschen immer das Gute glauben wollen.

Du hast gelogen,
mit eiskaltem Lächeln
alle betrogen,
nur, damit die Waffen für dich sprechen sollen.

Wie arm musst du sein,
wenn deine Sprache nicht ausreicht,
wenn du nicht die Worte findest
um von Mensch zu Mensch zu sprechen.

Seiten