Gedicht des Tages

Gerhard Rombach - Überfluss (Gedicht des Tages)

Überfluss

 

Wenn ich im Frühling

über Felder und Wiesen blicke

die blühenden Bäume sehe und

das üppig keimende Leben,

dann denke ich dass

dieses Wunder, diese Schönheit

und dieser ungeheure Reichtum

der Natur noch einem anderen

Zweck dienen sollte als das

Raubtier Mensch zu nähren und

über alle Maßen der Vernunft

sich vermehren zu lassen

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Dieter Wöhrle - Sonett von den internationalen Auswirkungen deutschen Tiefsinns (Gedicht des Tages)

Sonett von den internationalen Auswirkungen deutschen Tiefsinns

Zur Ruhe kam er nicht in dieser Sommernacht.
Er träumte wild von ihr. Dann ist er aufgewacht
und aufgestanden, hat ihr ein Gedicht gemacht.
Die Worte waren handverlesen, wohlbedacht.

Zu dumm: Zwei Reime haben sich verkracht.
Bald zankten Verse, war ein echter Streit entfacht,
und daraus wurd´ ´ne regelrechte Strophenschlacht.
Und in dem Chaos ist dem Werk der Sinn verflacht.

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Agnes Lanz - Verständnis (Gedicht des Tges)

 

Wie kann das Samenkorn
        von jemandem verstanden werden,
der selbst schon
        wie eine Blume blüht?

Wie kann die Baumwurzel tief unter der Erde
        von einem Blatt verstanden werden,
das hoch oben in der Krone
        von der Sonne beschienen wird?

Wie kann ein Mensch
         von jemandem verstanden werden,
der sich verhält,
        als ob er Gott wäre?
 

 

 

 

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